Policenankäufer profitieren nicht von erhöhtem Stornovolumen

Geschrieben von Anett B. am 31. Juli 2014

Der Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt für Lebensversicherungen (BVZL) e.V. hat in diesen Tagen die neuen Zahlen für 2013 herausgegeben. In diesen heißt es, dass die Zahl der Stornos bei Lebensversicherungen im vergangenen Jahr angestiegen ist. Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen konnte davon jedoch kaum profitieren, dessen Ankaufsvolumen betrug weiterhin 200 Millionen Euro, blieb also unverändert.

Zweitmarkt für Lebensversicherungen nicht bekannt genug

Der BVZL geht davon aus, dass der Bekanntheitsgrad des Zweitmarkts für Lebensversicherungen noch nicht hoch genug ist. Auch die Vorteile, die den Versicherten durch einen Verkauf der Lebensversicherung statt der einfachen Kündigung entstehen, sind laut BVZL den Kunden noch nicht intensiv genug kommuniziert worden.

Diese Vorteile gliedern sich in zwei wichtige Bestandteile auf. Zum einen winken den Versicherten um drei bis zum Teil sogar 15 Prozent höhere Ankaufswerte als der reine Rückkaufswert der Lebensversicherung. Zum anderen kaufen viele Policenankäufer die Versicherungen mit dem Ziel auf, diese weiterzuführen bis zum Ende der ursprünglich vereinbarten Laufzeit. So erhalten die Kunden auch weiterhin einen Rest-Versicherungsschutz, ohne dafür Beiträge entrichten zu müssen.

Vorteile durch Reformen möglich?

Der BVZL begrüßte allerdings einige Reformbestandteile. Das LVRG wurde reformiert und Neuregelungen zur Beteiligung an den Bewertungsreserven eingeführt. Außerdem wurde eine Erhöhung der Beteiligung an den Risikoüberschüssen beschlossen. Daraus leitet der BVZL jetzt seine Hoffnungen für ein künftig besseres Geschäft ab.

Durch die Neuregelungen kann der Zweitmarkt besser planen und die Kaufpreise für Lebensversicherungen erhöhen. Dadurch kann der gesamte Zweitmarkt an Attraktivität für den Kunden zulegen und die Chancen auf bessere Geschäfte könnten steigen.

Enttäuscht zeigte man sich beim BVZL allerdings darüber, dass man dem Vorschlag für eine gesetzliche Hinweispflicht auf den Zweitmarkt nicht nachgekommen ist. Dieser Hinweis sollte nach dem Vorbild von Großbritannien erfolgen, der Gesetzgeber hat die Verpflichtung allerdings nicht mit in die Reform aufgenommen. Der BVZL beklagt nun, dass es damit immer noch keine verbraucherfreundliche Neugestaltung gegeben habe.

Kategorie / Thema: Allgemein, Nachrichten, Verkauf
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